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An dieser Stelle meinen Dank an Ulrich Gayer alias Vector für seine vielen Anregungen und Vorschläge zu GO. Wir hatten zeitweilig intensiven E-Mail-Kontakt. Zwar ist GO seit etwa zwei Jahren durch eine Reihe von Problemen (Murphy's Gesetze!) seitens der Anwender stetig weiterentwickelt worden, - aber erst durch Ulrich's unstillbares Verlangen nach Verbesserung ist das Programm-Paket noch vielseitiger geworden.

Ulrich's Testbericht

Ulrich Gayer schrieb an den Computer Flohmarkt (CF) in der August /September-Ausgabe (5/98) folgenden Testbericht über GO:

Andreas Kolles Werbung für sein GO-Paket war ja in den letzten Ausgaben nicht zu übersehen. Ich war jetzt einige Zeit in Kontakt mit ihm und habe die Entwicklung ein wenig "begleitet". Ich fand seine Anzeigen immer ein wenig zu dick aufgetragen, deshalb möchte ich hier mal ein paar sachliche Worte zu GO verlieren. GO ist nicht mehr oder weniger als die Verknüpfung zweier nützlicher aber recht komplizierter DOS-Tools zum Zwecke eines einfachen Win95-Backups. Es handelt sich dabei um den Packer ARJ und DOSLFNBK. Das heißt, es wird einfach ein großes Arj-Archiv erzeugt, wobei auch eine Splittung z.B. auf Zip-Disketten möglich ist. DOSLFNBK dient dazu, die langen Dateinamen zu sichern, so daß das Wiederherstellen unter reinem DOS erfolgen kann. Das ist wichtig, denn das beste Win95-Backup-Programm nützt nichts, wenn es keine Möglichkeit gibt, auch bei einem zerstörten Win95 selbiges aus dem Backup zu restaurieren. Das Win95-eigene Backup ist so eines. Es läuft nur unter Win95 und ist damit im Falle eines Win95-Totalausfalls wertlos.

GO ist auf solche Fälle ausgelegt. Es erzeugt auf Wunsch eine Notfalldiskette, mit der das Backup zurückgespielt werden kann. GO ist lange nicht so ausgefeilt wie kommerzielle Backup-Lösungen. Es erlaubt ein Komplett-Backup und -Restore, mehr nicht. Aber es arbeitet schnell, zuverlässig, ist kinderleicht zu bedienen und kostet wenig bis nichts. Und die meisten Anwender brauchen eh' nicht mehr als das. Ein solches einfaches Backup ist auch eine gute Lösung, um der Win95-Degeneration durch unkontrolliertes Installieren /Deinstallieren von Programmen entgegenzuwirken. Neue Programme können risikolos ausprobiert werden, denn durch das Backup besteht keine Gefahr, daß irgendetwas kaputtgehen kann.

GO ist kein Ersatz für einen Uninstaller, bei konsequenter Anwendung jedoch eine brauchbare Alternativ-Lösung. Es kann anders als ein guter Unistaller immer nur der Zustand wieder-hergestellt werden, wie er beim Backup war. Was davor installiert wurde, kann nicht mehr entfernt werden. Dafür ist ein restauriertes Backup aber hundertprozentig frei von den Resten nachher installierter Programme, das schafft ein Uninstaller nicht.

GO ist fast komplett mit Hilfe der primitiven Batch-"Programmiersprache" von DOS erstellt. Das bedeutet, daß der weiteren Programmentwicklung enge Grenzen gesetzt sind, aber auch, daß jeder sein GO leicht selbst verändern und anpassen kann. Ein "Meisterwerk" der Batch-Programmierung, wie Andreas meinte, ist es jedoch ganz bestimmt nicht. Es ist sogar ausgesprochen unelegant programmiert. Das tut der Funktion natürlich keinen Abbruch und erleichtert vielleicht sogar die Verständlichkeit.

Große Mühe hat sich Andreas mit der sehr ausführlichen Dokumentation gegeben. Man sollte bei Interesse wirklich die paar Mäuse springen lassen und sich die gedruckte Form holen. Das erleichtert das Verständis ungemein. (Aber einen besseren Drucker könntste dir mal anschaffen ! :-))

Fazit: Für wen ist GO interessant ? Hauptsächlich für Einsteiger ohne große DOS-Erfahrung, die eine möglichst einfache, billige Backup-Lösung suchen und den Ärger mit versauten Win95-Installationen leid sind. Einen Profi wird GO nicht allzuviel bringen, er kann sich mit seinem Lieblingspacker und DOSLFNBK leicht sein eigenes GO maßschneidern.

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