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Leider habe ich bislang keine Möglichkeit gefunden, für den interessierten User ein maßgeschneidertes GO-Backup-Programm für Windows 2000 zusammenzustricken. Daß es dennoch unter "gewissen" Voraussetzungen mit etwas Handarbeit geht, zeigt die folgende Anleitung. Eine Anleitung zum Erstellen eines GO-Backups von Windows 2000 Professional Voraussetzung: Nur möglich mit einer FAT-32 partitionierten Festplatte ! AUF EIGENE GEFAHR ! Auch mit Windows 2000 (Professional) läßt sich also ein vollständiges Backup vornehmen unter der Voraussetzung, daß dieses Betriebssystem auf einer FAT32-partitionierten Festplatte installiert wird. Denn unter NTFS laufen keine DOS-Applikationen im Real-Modus, wie es nun mal bei GO der Fall ist. Desweiteren gehe ich davon aus, keinen Bootmanager zu verwenden sowie Windows 2000 als einziges Betriebssystem installiert zu haben. Leider habe ich bislang nicht herausgefunden, wie sich mit Windows 2000 eine Bootdiskette erstellen läßt, mit der dann ggf. auch ein DOS-Laie in der Lage ist, im Notfall das Backup unter DOS wiederherzustellen. Lediglich eine Notfalldiskette oder die vier Systemdisketten können für bzw. unter Windows 2000 angefertigt werden, die sich aber für unsere Zwecke als völlig untauglich erweisen. Dennoch ist unser geplantes Unterfangen nicht unmöglich und ist durch einfache Tricks recht simpel umzusetzen, wenn auch nicht so elegant und automatisiert wie ein Windows 9.x GO-Backup. Als nächstes stellen wir uns die Frage, was wir denn für ein Windows 2000 GO-Backup benötigen:
a. Ultr@GO installieren mit GO-Bootdiskette Wie sich vielleicht aus der Liste entnehmen läßt, benötigen wir erst einmal ein älteres Windows-Betriebssystem Windows 9x, um an eine zwingend benötigte GO Bootdiskette heranzukommen und auch GO zu installieren. Das ist der Trick. Die für das Backup und für das Restore benötigten Windows9x Systemdateien- und Programme werden während der Installation (unter Windows 9x !) in das GO-Verzeichnis hineinkopiert. Ist also Windows9x auf Ihrem Rechner aufgespielt, so können wir schon während der GO Installation oder unter GO selbst eine GO Bootdiskette vollautomatisch erstellen. Für unsere Zwecke wird Windows9x fortan nicht mehr benötigt. Inkompatibilitäten dieser Systemdateien mit Windows 2000 spielen hierbei für das GO-Backup keine Rolle. Lediglich zwei Batch-Dateien (drei, wenn das Backup später von CD wieder zurückgespielt werden soll) müssen noch entsprechend angepaßt werden: "backup.dat" und "wieder.dat", ggf. "c.bat". An entsprechender Stelle sollten in "backup.dat" folgende Einträge stehen: attrib -h -s -r c:\pagefile.sys del c:\pagefile.sys Das bewirkt das Löschen der Windows-2000-Auslagerungsdatei "pagefile.sys", die auch schon mal meherere hundert MB groß werden kann und für das Backup selbst keinen Nutzen hat und von daher bedenkenlos gelöscht werden kann. Der attrib-Befehl macht die versteckte Datei für DOS dabei wieder sichtbar. Der Eintrag sollte direkt vor dem arj-Aufruf stehen. In "wieder.dat" müssen die Zeilen mit dem Aufruf "fdisk" und "sys" gelöscht werden. Registrierte GO-User können diese Dateien auch nachträglich per eMail von mir zugeschickt bekommen. Mit einer neuen GO-Version (8.4) werde ich diese Dateien künftig mit auf die GO-CD brennen.
b. Systemdisketten für Windows 2000 Mit Windows 2000 erhält man eine Notfalldiskette nebst einer bootfähigen Windows 2000-CD, mit der sich die Systemdateien ggf. wieder reparieren lassen. Oder aber man verwendet im Falle eines Falles die vier (zu erstellenden) Systemdisketten. Falls keine vorliegen, so lassen sich mit "makeboot.exe" im Verzeichnis "BOOTDISK" der Windows 2000-CD die vier Systemdisketten auch selber erstellen und die wir später einmal benötigen werden ! Also gleich jetzt die vier Systemdisketten anfertigen und zusammen mit der unter Windows 9x erstellten GO-Bootdiskette und der Windows 2000-CD gut aufbewahren. Am besten von allen fünf Disketten eine Sicherheitskopie anfertigen.
c. Erstellen und Wiederherstellen eines GO-Backups Mit der GO-Bootdiskette ins DOS booten und das GO-Backup von Windows 2000 erstellen. Das Backup wird dabei auf eine zweite Partition ausreichender Größe aufgespielt. Im Notfall oder nach dem Antesten x-beliebig vieler Programme möchte oder muß man das Backup wieder zurückspielen. Dazu wieder mit der GO-Bootdiskette den Rechner ins DOS starten, wobei GO automatisch aufgerufen wird. Nachdem das Backup dann wieder auf C aufgespielt worden ist, zeigt der Rechner beim erneuten Hochfahren eine Fehlermeldung und Windows 2000 kann nicht mehr gestartet werden. Jetzt kommen die vier Systemdisketten ins Spiel, die die Systemdateien wieder neu zusammenfügen bzw. reparieren. Den Rechner also mit der Systemdiskette 1 starten und nachdem alle vier Disketten abgearbeitet worden sind, gelangt man in ein benutzergesteuertes Menu. Dabei hat sich für den Reparaturvorgang die Abarbeitung folgender Setup-Optionen bewährt:
Am Ende wird dann der Rechner neu gestartet, nachdem die letzte System-Diskette aus dem Laufwerk entfernt worden ist. Natürlich läßt sich der Reparaturvorgang unter Verwendung der MS Notfall-Diskette, sofern vorhanden, oder der Windows-CD als Boot-Medium deutlich beschleunigen. Das Zurückspielen des GO-Backups wird je nach Festplatte, CPU und der Größe des Backups etwa 15 bis 30 Minuten beanspruchen, kann aber auch deutlich darüberliegen. Das Zurückspielen der GO-Sicherung geht zumeist noch etwas rascher vonstatten. Das Abarbeiten der Systemdisketten braucht dann auch noch einmal etwa 15 Minuten. Also sollte man schon mit ungefähr einer Stunde für die Wiederherstellung von Windows 2000 rechnen. Dafür hat man denn auch wieder ein absolut "sauberes Windows" !
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